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Artikel über PlusWG in Berliner Woche

erstellt am: 4. Mai 2011


Heute, 4. Mai 2011, ist unter dem Titel „Mitbewohner statt Einsamkeit – Neues Büro vermittelt speziell WG-Partner für über 50-Jährige“ in der Berliner Woche in einigen Stadtteilausgaben ein Artikel über PlusWG erschienen:

Schöneberg. Viel ist die Rede vom demografischen Wandel, von „neuen Alten“ und drohender Einsamkeit, wenn die Kinder aus dem Haus sind. In der Yorckstraße hat Felix Herzog nun ein Büro eröffnet, um Menschen über 50 in Wohngemeinschaften zu vermitteln.
„Ich will weg vom Begriff der Senioren-WG“, erklärt Herzog. Der 26-Jährige betreibt schon länger im Internet eine Seite, auf der ältere Menschen nach potenziellen Mitbewohnern für ihre WG suchen können. „Ursprünglich war das als Angebot für Senioren ab 70 gedacht“, erzählt er. Doch es waren vor allem Menschen zwischen 50 und Mitte 60, die sich für sein Angebot interessierten. Also hat er umgedacht und einen neuen Begriff gesucht für das, was er anbietet. „Ich bin dann auf Plus-WG gekommen.“ Das „Plus“ leite sich ab von 50 oder 60 plus, stehe aber auch für das Mehr im Leben, wenn man nicht mehr allein ist.
Beim Studium der Statistik in München habe er begriffen, dass es neue Modelle für das Älterwerden braucht und dass Menschen ab 50 heute andere Bedürfnisse haben als noch vor einigen Jahren. „Ich kann mir meine Großmutter nicht in einer Wohngemeinschaft vorstellen“, sagt Herzog. „Bei meinen Eltern sieht das schon anders aus.“ Die mit 50 würden ganz andere Fragen an ihr Leben stellen. „Wenn die Kinder aus dem Haus sind, geht bei einigen die Ehe in die Brüche. Auf einmal sind sie dann ganz allein“, erklärt Felix Herzog. Viele seien auch gar nicht verheiratet gewesen und würden sich irgendwann fragen, wie lange sie eigentlich allein bleiben wollen. „Dazu kommt, dass die ersten in diesem Altersbereich ankommen, die das WG-Leben aus ihrer Studentenzeit kennen und sich deshalb gut vorstellen können, dahin wieder zurückzukehren“, so Herzog.
Nur sei es dann eben nicht mehr ganz so einfach, auch die passenden Mitbewohner zu finden. „Ich sehe an den Besucherzahlen meiner Internetseite, dass das Interesse da ist.“ Nur die Hemmschwelle, eine Anzeige zu schalten, lasse sich offenbar schwer überwinden. Deshalb jetzt das Büro. Felix Herzog hofft, dass die potenziellen Klienten im Gespräch mehr Vertrauen aufbauen.
Ein wenig soll die Suche nach dem Mitbewohner ablaufen wie bei der Partnervermittlung. Der Klient sagt, warum er in eine WG will, was ihn ausmacht und er sich vom anderen wünscht. „Ich schaue dann, ob ich einen passenden Zweiten habe und wenn das der Fall ist, kommt es zu einem Treffen.“
Erst ab diesem Zeitpunkt will Herzog dann auch eine Gebühr von 50 Euro erheben. Wenn die WG zustande kommt, berechnet er noch einmal 200 Euro.
Das PlusWG-Büro in der Yorckstraße 47 ist donnerstags und freitags 10 bis 18 Uhr, sonnabends 12 bis 16 Uhr geöffnet, Tel. 23 13 67 41. Informationen gibt es auch unter www.pluswg.de.

Quelle: Berliner Woche, Ausgabe Schöneberg Nord, 4. Mai 2011

Die Original-Ausgabe im PDF-Format (6,9 MB) finden sie hier.

http://www.berliner-woche.de

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